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Als Hommage an Kompetenz und Kreativität von Journalistinnen und Journalisten ist am 6. Juni im Medienhaus DuMont Rheinland der „DuMont Journalistenpreis 2018“ vergeben worden.

„Qualität – vor allem im Lokalen und Regionalen – ist unser täglicher Ansporn“, sagte der DuMont-Aufsichtsratsvorsitzende Christian DuMont Schütte in seiner Begrüßung. Zusammen mit seiner Stellvertreterin Isabella Neven DuMont hieß er die Preisträger, ihre Kollegen aus den Redaktionen sowie zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien im festlich umgestalteten Druckzentrum - dem „Maschinenraum“ des Verlags - willkommen.

Unter den prominenten Teilnehmern der Preisverleihung waren NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette. Gerade in der heutigen Zeit brauche es seriösen Journalismus, sagte Reker. Sie sehe den DuMont-Journalistenpreis als „Ermutigung, sich auch unter schwierigsten Bedingungen zu engagieren und für diesen Beruf zu brennen“. Reul sagte: „Spätestens seit Donald Trump weiß ich, wie gefährlich es ist, die Information der Öffentlichkeit Dilettanten zu überlassen.“
„Wir erreichen die Menschen dort, wo sie gerade sind, in ihrer jeweiligen Lebenswelt, mit fortwährend aktuellen Inhalten, die sie interessieren und angehen“, betonte DuMont Schütte und erklärte, „was Qualität für uns bedeutet: gute Themenrecherche, die nicht nur Informationen generiert und Erklärungen zu Sachverhalten liefert, sondern vor allen Dingen Inhalte, Zusammenhänge aufdeckt, analysiert, einordnet und überraschende und klärende Kommentare erlaubt.“

Preise in sieben Kategorien

Auf dieser Grundlage wurde der diesjährige DuMont-Journalistenpreis in insgesamt sieben Kategorien vergeben. Diese spiegelten „die multimediale Ausrichtung von DuMont wieder“, so DuMont Schütte.  Die Herausgeber ehren herausragende Leistungen von Journalistinnen und Journalisten in allen Sparten der DuMont Mediengruppe.

Als Beispiel für gelungenes Geschichtenerzählen würdigte Jochen Arntz, Chefredakteur der „Berliner Zeitung“, die Recherchen des „Express“ zu dem als Flüchtlingsunterkunft angebotenen „Hotel Horitzky“ samt einem begleitenden Comic und einem Video „für schadenfrohe Klüngelfreunde“.  Die Autoren hätten aus einer „eigentlich schweren Geschichte etwas Leichtes und doch Erhellendes gemacht“. Der  „Kölner Stadt-Anzeiger“ erhielt den Preis für das „beste Konzept“ und einen Sonderpreis für die „Kölner Stadt-Anzeigerin“. Auch die Hamburger Morgenpost, die Mitteldeutsche Zeitung sowie Radio Köln und Radio Bonn/Rhein-Sieg wurden teilweise mehrfach ausgezeichnet.

Durch den Abend führte der TV-Moderator Christoph Hoffmann (n-tv), der seine journalistische Karriere  in der Jugend-Redaktion des „Kölner Stadt-Anzeiger“ begonnen und danach sein Volontariat bei der Zeitung absolviert hatte.

Die Preisträger

Kategorie 1 „Beste schreiberische Leistung“: 
Jens Blankennagel („Berliner Zeitung“): „Die Nacht der Nächte“

Kategorie 2 „Beste Recherche“:
Gabriele Keller („Berliner Zeitung“) für Recherchen zur geplanten Bebauung am Checkpoint Charlie

Kategorie 3 „Bestes Storytelling“:
Robert Baumanns, Alissia Rust, Laura Wenzel („Express“): „Hotel Horitzky“

Kategorie 4 „Bestes Bewegtbild“:
Rüdiger Gärtner, Anastasia Iksanov, Christian Jung, Joanna Kouzina, Florian Quandt, Marius Röer, Patrick Sun („Hamburger Morgenpost“): Berichterstattung zum G-20-Gipfel in Hamburg
Chris Fisch, Lars Schmidt, Lisa Schneider (Radio Köln online): „Schäl Sick Alaaf – als Mann auf der Mädchensitzung“

Kategorie 5 „Bestes Audio“:
Alexander Haubrichs, Guido Ostrowski („Express“, Radio Köln): FC-Podcast

Kategorie 6 „Bestes Konzept“:
Sarah Brasack, Julian Preuten, Timo Schillinger („Kölner Stadt-Anzeiger“) und Tobias Wolff („Kölnische Rundschau“): „Der Veedels-Check“

Nachwuchspreis:
Jessica Quick (Volontärs-Beauftragte), Tobias Büttner (Grafik), Sophie Elsner, Anja Förtsch, Mike Händler, Jessica Hanack, Magdalena Kammler, Max Mühlens, Christiane Rasch, Tobias Schlegel, Tina Schwarz, Diana Serbe, Sandra Simonsen, Fabian Wölfling („Mitteldeutsche Zeitung“): Volontärs-Projekt „Digitaler Wahlkalender zur Bundestagswahl 2017“

Sonderpreis:
Bettina Cosack, Christian Seidl („Berliner Zeitung“): „Sonderausgabe 1961 – 1989 – 2018“
Claudia Lehnen, Nikolas Janitzki („Kölner Stadt-Anzeiger“): „Kölner Stadt-Anzeigerin“
Jessica Quick, Andreas Stedler („Mitteldeutsche Zeitung“): „Ausgaben Augmented Reality“

Alle ausgezeichneten Gewinner-Werke sowie die Zweit- und Drittplatzierten können Sie hier einsehen.
Seit 2011 verleiht DuMont seinen Journalistenpreis für herausragende journalistische Leistungen aus den Redaktionen unserer Mediengruppe.